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3. April 2014

Armer Anfang ist schwer

Nirgendwo wächst die Kinderarmut so wie in NRW. Das sagt die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung. Jedes vierte Kind unter 15 Jahren ist in unserem Land arm. Landes- und Bundesregierung reagieren darauf mit Bürokratie statt mit Hilfe.

Ein »Bildungs- und Teilhabe- paket« wurde armen Familien spendiert. Nur: Das war ein
Bürokratiemonster und sorgte weder für Bildung noch für Teilhabe. Viele Familien kapitulierten im Papierkrieg. Dutzende Kommunen konnten die Mittel gar nicht an die Mädchen und Jungen bringen. Die Gelder verschwanden oft in kommunalen Haushaltslöchern. 2012 wurden 70 Millionen Euro von den Kämmerern nicht verausgabt, 2011 sogar rund 130 Millionen Euro. Nötig sind Sofortmaßnahmen wie die Kindergrundsicherung. Das sagen Sozialverbände und Gewerkschaften und auch DIE LINKE. Sie hat diesen all- täglichen Skandal in Räten und Kreistagen thematisiert.

Grund für den beschämenden Zustand ist die falsche Arbeits-, Sozial- und Steuerpolitik. Denn: Arme Kinder haben arme Eltern. Sie leben in armen Stadtvierteln in zu kleinen Wohnungen, haben kaum Chancen auf gute Bildung, Kultur und auf Teilnahme am ganz normalen Leben. Warum sind die Eltern arm? Sie sind erwerbslos oder schuften in Billigjobs.

Die dramatischen Zahlen zur Kinderarmut sind lange bekannt. Nur: Die von CDU, SPD und Grünen gestellten Regierungen in Berlin und Düsseldorf sehen keinen Grund für durchgreifende Maßnahmen.

Das wären zum Beispiel kostenlose Bildungs- und Freizeitangebote für arme Kinder. Gleiches gilt für bezahlbare Wohnungen und den Ausbau unbürokratischer Familienhilfen. Vor allem muss es gute Arbeit geben, von denen Eltern und ihre Kinder gut leben können. Alle Stadt- teile brauchen gute, kostenlose Kitas und Schulen. Das sind die Ziele LINKER Abgeordneter in den Räten. Damit dies möglich wird, brauchen die klammen Städte echte Soforthilfen von Bund und Land. Sonst werden Kinder armer Eltern weiter arm bleiben.